Eine Taufe wie zu Gutenbergs Zeiten

Vergangene Woche kam es bei Brüggli Medien zu einem Spektakel der besonderen Art. Zwei Polygrafinnen haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und das musste gefeiert werden. Und zwar nicht irgendwie, sondern mit der Gautschete, wie es seit Gutenbergs Zeiten Tradition ist.

Die Klänge des Dudelsacks waren nicht zu überhören am vergangenen Donnerstagnachmittag und so wussten die beiden Polygrafinnen sofort, was gleich auf sie zukommen würde: Sie wurden gefangen genommen und zur traditionellen Wassertaufe an den See gefahren – mit etwas weniger Getöse als in vergangenen Jahren und mit speziellen Schutz- und Hygienemassnahmen, um der momentanen Situation gerecht zu werden.

Ein Auszug aus der Gautschrede erklärt den Brauch:
«Kornutinnen! In Wahrung von Brauch und Sitte habt ihr im Namen von Altmeister Gutenberg die Wassertaufe empfangen. Damit soll symbolisch gezeigt sein, dass es notwendig war, den Unfug, die Fehlerhaftigkeit, die Murxerei und Hudelei der Lehrzeit zu beseitigen und abzuwaschen. Altem Ursprung und Herkommen gemäss ist der weihevolle Actus vor sich gegangen und soll nun mit einem ehrenvollen Trunk besiegelt werden – Kraft dessen ihr dann, gegenwärtige Kornutinnen, aus dem Kornutenstande entlassen und damit in den Kreis der ehrlichen Zunftgenossen aufgenommen seid.»

Herzliche Gratulation den neuen Schwarzkünstlerinnen und alles Gute und viel Erfolg auf dem weiteren Weg.